Kampanien - Procida

Procida ist die kleinste und ursprünglichste Insel im Golf von Neapel und ist wie Ischia vulkanischen Ursprungs. Procida hat seine mediterrane Identität fast unberührt behalten. Die besondere Atmosphäre seiner ruhigen Gässchen, die lebhaften Farben der alten Gebäude, die Viertel, die Trauben zum Meer hin gebaut sind. Besonders schön ist ihr Hafen, der von arabisch beeinflußten bunten Fischerhäuschen geprägt wird.

Es ist Ostern. Trompeten erschallen, ein Trommelwirbel ertönt. Seit 381 Jahren feiern die Insulaner eine der dramatischsten Osterprozessionen der Welt, von Gründonnerstag bis Ostersonntag. Am Gründonnerstag ist Prozession der Battenti (Kapuzenmänner).
Dabei werden am Karfreitag religiöse Reliefdarstellungen des Leidens Christi durch die Straßen getragen und eine Holzstatue Jesu Christi auf dem Rücken der Gläubigen bis zum höchsten Punkt der Insel gebracht und wieder hinuntergetragen. Begleitet wird die Prozession von Trompeten und Trommeln. Schon in der Frühe werden die Leute mit einer quäkenden Schalmei aus ihren Häusern gerufen, um den Zug der 300 Männer im weiß-blauen Kapuzengewand zu betrachten. Hoch oben von der Festung Terra Murata, der höchsten Erhebung Procidas, werden die zentnerschweren Schautafeln und Laden des Leidens hinunter zum Hafen Sancio Cattolico getragen. Seit 1629 veranstalten Laienbrüder diese Osterprozessionen.

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